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Inselsberg-Klinik Mammacarcinom Stationäre Rehabilitation für Patientinnen mit Mammacarcinom
Das bedeutet gleichzeitig, Probleme besser zu erkennen, nach Lösungen zu suchen, Aktivität und Kreativität zu entwickeln und somit Wege zu einem konflikt- und angstfreien bzw. zu einem konflikt- und angstärmeren Leben zu entdecken. Oftmals ist es sinnvoll, Patientinnen mit Mammacarcinom nach Abschluss der Ersttherapie im Akutkrankenhaus oder nach einer ambulanten Bestrahlung direkt zur stationären Anschlussheilbehandlung (AHB) in eine geeignete Rehabilitationsklinik zu überweisen. Diese AHB ist meines Erachtens die wichtigste Rehabilitationsmaßnahme, da die Patientinnen in dieser Phase der Tumorerkrankung intensive medizinische Zuwendung und Beratung benötigen, um die Mammacarcinom erkrankung schneller und besser annehmen zu können und beim Erarbeiten von Krankheitsbewältigungsstrategien Unterstützung zu erhalten. Weitere stationäre Rehabilitationen können nach Antragstellung durch den Renten- bzw. Krankenversicherer bewilligt werden. Die stationäre Rehabilitation zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
1. Fachliche
Spezialisierung
2. Multimodale
Therapiekonzepte
3. Therapiedichte
4. Arbeit in Gruppen
5. Sozialmedizinische
Kompetenz
6. Vorgegebener
Zeitraum Die Rehabilitation von Patientinnen mit Mammacarcinom umfasst im Wesentlichen folgende Bereiche:
1. Medizinische
Rehabilitation
Medizinische
Rehabilitation Speziell sollen
Verhaltensmaßnahmen nach Brustoperation, Probleme der prothetischen Versorgung,
des Brustaufbaues, der Lymphödemprophylaxe und –behandlung mit der Patientin
erörtert werden. Eine krankengymnastische Therapie soll die Funktionsfähigkeit des Schultergelenkes garantieren, die Entstehung von Narbenkontrakturen verhindern bzw. beheben. An erster Stelle solcher Maßnahmen wären Bewegungsübungen, Gymnastik, und wenn die Narben- und Hautverhältnisse es zulassen, therapeutisches Schwimmen zu nennen. Spezielle Therapieformen stellen die Atemgymnastik, die komplexe physikalische Entstauungstherapie bei Lymphödemen und die Behandlung von Therapienebenwirkungen dar. Häufig sind auch die Fortführung von Chemo- und Hormontherapie sowie eine intensive Diagnostik, Überwachung und Behandlung von Begleiterkrankungen erforderlich. Auch das „Sichgewöhnen“ an Brustprothesen muss einbezogen werden. Einen wichtigen Stellenwert nehmen Aspekte der Freizeitgestaltung ein. Die Patientin mit Mammacarcinom muss auch über sinnvolle Verbote aufgeklärt werden. Hierzu gehören Wärmereize wie direkte Sonneneinstrahlung, Sauna oder Fango, die eine verstärkte Durchblutung im Operations- und Armbereich bewirken und so einer Lymphödembildung Vorschub leisten können. Auch sei auf Überlastungen des Armes, Stauungen, Verletzungsrisiken und Infektionen hingewiesen. Gerade Infektionen wie das Erysipel (Wundrose) bedürfen einer sofortigen antibiotischen Therapie. Mitunter macht sich auch eine Antibiotika-Langzeitprophylaxe bei diesen Patientinnen mit Mammacarcinom erforderlich.
Psychosoziale
Rehabilitation Die emotionale
Problembewältigung ist von der Persönlichkeitsstruktur der einzelnen Patientin
mit Mammacarcinom abhängig und individuell sehr unterschiedlich. Optimale Betreuung und Nachsorge erfordern die Einbeziehung aller individuellen körperlichen und psychischen sowie sozialen Faktoren, da die Patientin durch die Mammacarcinom erkrankung in der Gesamtheit ihrer Person und Lebenssituation betroffen ist. Der Arzt und sein therapeutisches Team müssen Aufklärung sachlich und hilfreich gestalten. Mit Einfühlung müssen die auftretenden Ängste angenommen werden, ohne sie mit tröstenden Worten zu rationalisieren. Jede Information sollte von der Hoffnung auf Besserung begleitet sein. Wesentliche Ziele der psychischen Betreuung von Patientinnen mit Mammacarcinom sind:
1. Eine angemessene
Krankheitsverarbeitung, Dies soll in einer Atmosphäre des Vertrauens mit ständiger Offenheit für alle Probleme der Patientin mit Mammacarcinom sowie mit Aussprachemöglichkeiten und gesundheitsstabilisierenden Maßnahmen einhergehen. Autogenes Training, Gruppen- und Einzelgespräche, gegebenenfalls Kriseninterventionen begleiten die Patientinnen mit Mammacarcinom. Neben Einzelgesprächen haben Gruppengespräche besondere Bedeutung. Sie helfen, Ängste konkret zu überwinden. Durch gezielte Anleitung in Gestaltungs-, Kreativ- und Ergotherapie sowie im persönlichen Gespräch kann die Patientin mit Mammacarcinom in geeigneter Weise wiedererwachende Fähigkeiten spüren und trainiert gleichzeitig ihre kreativen Möglichkeiten. Das
Partnerschaftsverhältnis sollte stets angesprochen werden. Speziell auf diesem
Gebiet existieren häufig Kommunikationsprobleme, die sich oftmals aus falscher
Rücksichtnahme, Verunsicherung und Angst auf beiden Seiten potenzieren können.
Auf diese Weise kann die Ehe von Patientinnen mit Mammacarcinom in eine ernste
Krise geraten. Ein offenes Gespräch mit Einbeziehung des Partners vermag,
oftmals scheinbar nicht zu überwindende Barrieren abzubauen. Ein ständiger Informationsaustausch zwischen Arzt, Psychologen und medizinischem Personal muss praktiziert werden, damit die komplex konzipierte Therapie von Patientinnen mit Mammacarcinom ständig aktualisiert wird und somit auch zu einem optimalen Effekt führt.
Sozialmedizinische und
berufliche Rehabilitation Körperliche Behinderungen sind für die verbliebene Leistung der Patientinnen mit Mammacarcinom von wesentlicher Bedeutung. Länger dauernde Arbeitsunfähigkeiten sind oftmals gar nicht zu vermeiden. Mitunter liegt auch eine Erwerbsminderung vor. Dabei muss sich die sozialmedizinische Beurteilung an dem Ist-Zustand und nicht an Prognose-Kriterien orientieren. Dem Grundsatz, Rehabilitation geht vor Rente, sollte ausreichend Beachtung gewidmet werden. Berufsfördernde Maßnahmen oder Hilfestellungen am Arbeitsplatz können für die weitere Befindlichkeit der Patientinnen mit Mammacarcinom günstiger sein als ein wohlwollend und gut gemeint geäußertes Verständnis für eine vorzeitige Berentung. Abschließend kann konstatiert werden, dass es Aufgabe der Rehabilitation von Patientinnen mit Mammacarcinom ist, das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden wiederzuerlangen. Hierdurch soll es ermöglicht werden, eine notwendigerweise verbliebene Behinderung zu akzeptieren und das Leben eigengestalterisch zu führen. MR Dr. med. Volker von Paris Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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Unsere Themen: B Bronchialkarzinom-Nachsorge,
Bronchialkrebs-Nachsorge,
Brustkrebs Aktualisiert: Oktober 2007
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